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15 Jahre UBL Thedinghausen
15 Jahre UBL Thedinghausen
„Brauchen keine Parteien auf kommunaler Ebene“: UBL mischt seit 15 Jahren in Räten mit
Nur sechs Wochen vor der Kommunalwahl 2011 gründeten zwei Frauen die Unabhängige Bürgerliste Thedinghausen. Mit Erfolg: Aus dem Stand zog die UBL in den Thedinghauser Rat und den Samtgemeinderat ein. Mittlerweile sitzt sie seit 15 Jahren in den Gremien – und will jetzt auch in den Kreistag.
Thedinghausen – Anfangs wurde sie von manch „altem Hasen“ der Kommunalpolitik belächelt, teils ignoriert und ausgegrenzt. Mittlerweile, 15 Jahre später, stellt die Unabhängige Bürgerliste Thedinghausen (UBL) eine feste Größe im lokalen Politikbetrieb dar. Sie zeigt sich für ihre schmale Repräsentanz von je zwei Sitzen im Thedinghauser Rat und im Samtgemeinderat umtriebig. Ihre politische Arbeit ist nicht immer erfolgreich in der Sache, aber konstruktiv, hartnäckig, manchmal unbequem. Von politischen Mitbewerbern werden ihre Ratsleute heute akzeptiert und kollegial behandelt.
Vor der Gründung am 10. Juni 2011 hatten zwei Frauen die Idee für eine von politischen Parteifarben unabhängige Vereinigung von Bürgern aus Thedinghausen: Runa Görner-Stein und Gabriele Artelt-Marquardt blicken im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung anlässlich von 15 Jahren kommunalpolitischer Arbeit auf die Anfänge und in die Zukunft.
Politische Verortung: „Mitte“
Inhaltlich seien sie „nicht auf ein Thema festgefahren“, sie würden sich „dort kümmern, wo es gebraucht wird“. Gefragt nach der Verortung im politischen Koordinatensystem nennen Görner-Stein und Artelt-Marquardt die „Mitte“. Top-Themen seien Finanzen, die Verbesserung des Nahverkehrs, der Ärzteversorgung, zudem alternative Wohnformen, möglichst auch sozial gefördert. Auch die Feuerwehr solle besser ausgestattet werden. „Eine Drehleiter sucht man hier vergebens“, bemängeln sie. Beim hitzig diskutierten Thema Neubau von Feuerwehrhäusern seien sie für Zusammenlegungen, erklären sie auf Nachfrage.
Herzensprojekt Mehrgenerationenpark
Und auch für ein Herzensprojekt, einen Mehrgenerationenpark in Thedinghausen, kämpft die UBL nach wie vor. „Der Baumpark ist zwar schön, aber nicht gerade zentral“, so Görner-Stein. Jüngere Anträge galten etwa einer Fahrradabstellanlage am ZOB oder einem weiteren Ort für das Bürgerbaum-Projekt. „Wir wollen nur das Beste für diesen Ort und zeigen: Wenn man sich engagiert und etwas erreicht, dann freuen sich alle daran.“
Elf Mitglieder hat die UBL derzeit. Acht gehen bei der Kommunalwahl für die Räte der Gemeinden Thedinghausen, Riede und Emtinghausen, für den Samtgemeinderat und den Kreistag ins Rennen. In Letzteren möchten sie erstmals einziehen, denn manches Thema lasse sich dort aus Gründen der Zuständigkeit besser anbringen als im heimischen Rat allein.
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